Studienziele
Suchthilfe – und das sind vor allem Suchttherapie und Suchtprävention – erfordert eine hohe interdisziplinäre Qualifikation auf der Ebene des Wissens und des Könnens. International ist „Addiction Science” schon lange etabliert. Wir wollen Suchtwissenschaft in Deutschland nachhaltig und in enger Beziehung zur Praxis verankern. Praxis braucht Forschung und Forschung braucht Praxis.
Dementsprechend sind die Studienziele zunächst im Aufbau eines aktuellen, umfassenden und evidenzbasierten Wissensbestandes in Bezug auf Suchtstörungen zu sehen. Dies geschieht vor allem in den beiden ersten Studiensemestern und bezieht sich auf suchtmedizinische, suchtpsychologische, sozialwissenschaftliche, betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte. Die Herstellung einer mehrdimensionalen, interdisziplinären Sichtweise steht hier im Vordergrund.
Schwerpunkt des dritten und vierten Semesters ist der Aufbau suchttherapeutischer Handlungskompetenz – vor dem Hintergrund aktueller verhaltenstherapeutischer Theorien und Methoden. Zu einem umfassenden Konzept moderner Verhaltenstherapie gehören neben den klassischen Formen vor allem kognitive, implizite und systemische Therapiemethoden.


