Angewandte Gerontologie - Schwerpunkt Gesundheit, Case Management und Planung

Die wissenschaftliche Weiterbildung „Angewandte Gerontologie – Schwerpunkt Gesundheit, Case Management und Planung“ wird zum Wintersemester 2017/2018 erstmals an der KSFH angeboten. Sie schließt ab mit dem Zertifikat

CAS Gerontologe / CAS Gerontologin

CAS steht für Certificate of Advanced Studies und ist mit 30 Credit Points hinterlegt.

Gerontologie als theorie- und methodengeleitete Arbeit mit älteren Menschen baut auf sozialwissenschaftlichen und interdisziplinären Erkenntnissen zum gesellschaftlichen und individuellen Alterungsprozess auf. Sie ist ein wachsendes Berufs- und Arbeitsfeld.

Zielgruppe der wissenschaftlichen Weiterbildung

Die Weiterbildung richtet sich an berufserfahrene Fachkräfte in Schlüssel- bzw. Multiplikatorenfunktionen.

Zugelassen werden Fachkräfte mit einem einschlägigen Bachelor- oder vergleichbaren Abschluss
Genauso können auch Fachkräfte zugelassen werden, mit einer entsprechenden Ausbildung und dem Nachweis ihrer Kompetenz zum wissenschaftlichen Arbeiten durch entsprechende Fortbildungen.

Ziele

Die Teilnehmer/innen erwerben das erforderliche Wissen und die zugehörigen Fähigkeiten und Fertigkeiten, um

  • innovative und auf Prävention, Partizipation sowie Teilhabe ausgerichtete Konzepte in verschiedenen Feldern der Altenarbeit/Altenhilfe passgenau (weiter) zu entwickeln, die Bedarfe mit Mitteln der Sozialplanung zu eruieren, dazu erforderliche Gelder zu akquirieren und entsprechend die Umsetzung zu gestalten;

  • die älteren Menschen (hierzu zählen vor allem auch älterwerdende Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen) an der  auf Prävention - Teilhabe - Versorgung ausgerichtete Angebotsentwicklung und –gestaltung zu beteiligen, die Teilhabe vor Ort, also im Quartier bzw. im Sozialraum zu sichern. Dazu werden vor allem kreative (musikalische und bewegungsorientierte) Methoden und Methoden des Case Managements sowie des Sozialraummangements/ Netzwerkmanagements vermittelt;

  • den gesellschaftlichen (institutionellen/individuellen) Nutzen zu evaluieren. 

Inhalte

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsprojekte werden mithilfe der (inter-) nationalen praxiserfahrenen Dozentinnen und Dozenten diskutiert und konkrete, innovative sowie partizipative Umsetzungen in die gerontologischen Arbeitsfelder verfolgt. Gleichzeitig wird durch pädagogische Begleitseminare Raum für persönliche Reflexion, Austausch und Entwicklung einer professionellen Haltung gegeben.

In den vier Modulen werden vertiefte Kenntnisse vermittelt zur

  • Partizipation und Teilhabe im Alter, zu den
  • besonderen Lebenslagen und -situationen älterer Menschen im städtischen und im ländlichen Raum, zu
  • Herausforderungen des Älterwerdens mit Behinderung und psychischer Erkrankung, zur
  • Gesundheitsförderung und Prävention im Alter (insbesondere durch kreative Methoden und Teilnahme/Teilhabe), zur
  • quartiersnahen Versorgung (von Beratung über niedrigschwellige, ambulante, teilstationäre bis zu stationären Angebotsformaten sowie der Palliativ- und Hospizversorgung reichend)  und
  • im Quartier verankerten Teilhabe durch Initiativen.

Methoden

  • der Evaluation von Angeboten, der ethischen Orientierung in Forschung und Praxis
  • der partizipativen Konzepterstellung, Programm(weiter)entwicklung und -gestaltung - gerade auch an der Schnittstelle zu anderen Versorgungssystemen (u.a. der medizinischen Versorgung, der Behindertenhilfe und der Palliativ-/Hospizversorgung)
  • der kreativen (v.a. musikalisch und bewegungsorientierten) Prävention und Teilhabesicherung
  • des Case- und Sozialraummanagements,
  • der Sozialplanung und Umsetzung werden erlernt.


Das Erlernte wird in konkrete praxisbezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte umgesetzt. Letzteres soll v.a. auch in Verzahnung mit den Arbeitgeber/innen und weiteren Forschungs- sowie Praxispartner/innen erfolgen.

Nutzen für die berufliche Praxis

Nach dem Besuch der Wissenschaftlichen Weiterbildung und der Erbringung der erforderlichen Leistungen wird ein (Certificate of Advanced Studies) CAS Gerontologe / Gerontologin – Schwerpunkt Gesundheit, Case Management und Planung verliehen (Sonstige weiterb. Studien n. Art. 56 Abs. 6 BayHSchG; Einvernehmen mit dem Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ist seit dem 30.05.2017 hergestellt).

  1. Die Weiterbildung sieht die konkrete Verzahnung mit der aktuellen/künftigen praktischen Tätigkeit und dem eigenen Arbeitgeber vor, wenn dies vom Arbeitgeber gewünscht ist. Insofern hat der Arbeitgeber die Möglichkeit ein anstehendes Entwicklungsprojekt durch die Teilnehmerin, den Teilnehmer an der Weiterbildung durchführen zu lassen und durch Dozent/innen der Weiterbildung indirekt begleiten zu lassen.
  2. Die Teilnehmer/innen erhalten durch die Weiterbildung Informationen über neue Angebotsformate, Leuchtturmprojekte in der (inter-)nationalen Praxis und erwerben die zugehörige methodische Kompetenz, um diese auf die jeweiligen regionalen und institutionellen Gegebenheiten zu übertragen.
  3. Die Teilnehmer/innen sind mit der Weiterbildung "up to date" in Bezug auf aktuelle Entwicklungen im Feld der Altenhilfe und Versorgung mit dem Schwerpunkt Gesundheit, Case Management und Planung.
  4. Sie sind in der Lage ihre (weiterentwickelte) Kompetenz in Schlüssel- und Leitungspositionen einzubringen und entsprechende Projekte zu begleiten.


Nutzen für die Wissenschaftliche Weiterqualifikation: Weiterbildung als Teil des Verbundprojektes Master angewandte Gerontologie

Bei Vorliegen der entsprechenden individuellen Voraussetzungen (Erster Studienabschluss) kann das CAS Gerontologe / CAS Gerontologin Schwerpunkt Gesundheit, Case Management und Planung in den Verbundmaster Zukunft Alter: Angewandte Gerontologie eingebracht werden.

Im Verbundprojekt kooperieren wir mit der Katholische Hochschule Freiburg und der Hochschule Mannheim. Für den Erwerb des formal weiterqualifizierenden akademischen Abschlusses Master of Arts (M.A.) Angewandte Gerontologie im Umfang von 90 ECTS können also zwei berufsbegleitend stattfindende Wissenschaftliche Weiterbildungen modular und individuell kombiniert werden. Zum Erreichen des Abschlusses ist dann das Master-Abschluss-Modul (30 ECTS) zu belegen, das zukünftig an der Katholischen Hochschule Freiburg angeboten wird – ein individuell planbarer Weg zum Master.

Weitere Informationen zum Verbundprojekt Master angewandte Gerontologie finden Sie hier: www.zukunft-gerontologie.de/ 

Fördermöglichkeiten der Wissenschaftlichen Weiterbildung

Die KSFH ist grundsätzlich berechtigt Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit einzulösen. Der Antrag ist durch die Teilnehmer/innen vor Beginn der Weiterbildung zu stellen. Das Einlösen des Gutscheins erfolgt erst nach erfolgreicher Beendigung der Weiterbildung.

Gerne informieren wir Sie über weitere Fördermöglichkeiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • 12 Tagungseinheiten von Oktober 2017 bis Februar 2019 - jeweils Donnerstagmittag bis Samstagmittag; überwiegend am Campus Benediktbeuern sowie am Standort München und als Exkursion. Beide Standorte sind sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
  • 4 Module (Allgemeine und spezielle Gerontologie; Methoden der Gerontologie -Sozialplanung, Case Management und Leadership von Netzwerken; Innovative Versorgung, Teilhabe-, Gesundheitsförderung und Partizipation; Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Team)
  • pädagogisches Begleitseminar zu Reflexion, Austausch und Weiterentwicklung der professionellen Haltung
  • (inter-)national renommierte, wissenschaftlich sowie in der Praxis erfahrene Dozent/innen
  • Zugang mit (1) einschlägigem Bachelor oder vergleichbarem Abschluss sowie auf Antrag auch Zugang mit Berufsausbildung und Nachweis der Kompetenzen zum wissenschaftlichen Arbeiten z.B. durch Fortbildungen; (2) zweijähriger Berufserfahrung im Feld der Gerontologie, inkl. 6monatiger Multiplikatoren-/Beratungs-/Leitungsfunktion (wenn Sie sich in den beschriebenen Zulassungvoraussetzungen nicht wiederfinden, dann melden Sie sich gerne bei uns)
  • die Teilnahmegebühren belaufen sich auf 3.900 Euro zzgl. 300 Euro Prüfungsgebührern, zahlbar in drei Raten.

Bewerbung

·         Die Bewerbungszeit findet vom 15. Mai bis 15. September statt. Sie können sich auf unserem Bewerbungsportal bewerben. Die Erläuterungen zum Zulassungsverfahren finden Sie ebenfalls dort.

Am 13. September 2017 um 18 Uhr findet eine Informationsveranstaltung am Campus Benediktbeuern, Raum N127 statt.
Am 14. September 2017 um 18 Uhr findet eine weitere Informationsveranstaltung am Campus München, Raum J110 statt.Alle Interessierten sind herzliche eingeladen!

 

Kontakt

Sekretariat der Weiterbildung Angewandte Gerontologie

Frau Gertrud Deiser
Don-Bosco-Str. 1
83671 Benediktbeuern
Fon 08857 – 88- 536
Fax 08857 – 88 – 599
gertrud.deiser@ksfh.de
www.ksfh.de

Bürozeiten:

Montag – Freitag:  9:00 Uhr - 12:00 Uhr

Leitung der Weiterbildung

Prof. Dr. Martina Wolfinger
gerontologie@ksfh.de



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