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Forschung an der KSFH: IT-Ausbildung in der Pflege im Fokus

30.03.2017 - 12:01

Ein Patient wird neu aufgenommen – aktuelle Informationen werden eingeholt, Probleme und Ressourcen des Patienten identifiziert und Maßnahmen geplant. Alltag in der professionellen Pflege, der den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Informationsverarbeitung und sicherem und effektivem Handeln verdeutlicht.
Während pflegerisches Handeln heute bereits in modernen SkillsLabs, über das auch die KSFH seit einigen Jahren verfügt, simuliert und reflektiert wird, spielt trotz einer zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft die Unterstützung durch elektronische Patientenakten auf dem Weg zu informierten Entscheidungen zum Wohle des Patienten im Gesundheitswesen immer noch eine untergeordnete Rolle.

Das Forschungsprojekt von Prof. Dr. Daniel Flemming in Kooperation mit der TU München (Prof. Dr. Wittmann) nimmt unter dem Titel „Domänenspezifische IT-Grundausbildung für angehende Lehrkräfte in der Pflege“ anhand praxisnaher Simulation im SkillsLab der Hochschule das Thema der Ausbildung von Pflegenden unter informationstechnologischen Gesichtspunkten in den Fokus. Im Rahmen des erfolgreich eingeworbenen Projektes der Förderlinie „Digitaler Campus - IT for All“ (Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst) wird an der KSFH ein maßgeschneidertes Seminarmodul zum Thema der elektronischen Patientenakte für die Studierenden der Pflegepädagogik, die eine Lehrtätigkeit in der Pflege in der Praxis anstreben, entwickelt. Für Prof. Dr. Flemming, der die bayernweit einzige Professur für Informatik und Informationstechnologie in Pflege und Sozialer Arbeit innehat, ist die Einführung von Tablet-Computern und IT-gestützten Ressourcen in den pflegerischen Alltag ein Schlüsselthema in der Weiterentwicklung der Pflege. Das Forschungsprojekt läuft bis zum Jahr 2021.

Kontakt für weitere Informationen zum Projekt:
Dr. Christoph Ellßel
christoph.ellssel@ksfh.de